Fehr Velos

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Triathlon

Uster Triathlon 29.08.2010
Das verpfiffene Rennen
1,5/40/10
Beat Widmer


Dieses Jahr war der Uster Triathlon auch gleichzeitig das letzte Rennen für die Circuit Gesamtwertung des Jahres 2010. Das war sicher mit ein Grund, warum das Starterfeld doch ziemlich stark besetzt war.
Ich war motiviert und bereit für ein heisses Rennen. Gestartet wurde in drei Wellen mit gemischten Kategorien. Ich war im ersten Startblock mit den Profis und den stärksten Amateuren aller Altersklassen. Ich preschte gleich voll los am Start und hatte schnell freie Bahn. Hinter den Profis musste ich nur einen Schnelleren ziehen lassen. Zu dritt verliessen wir drei AK2 Athleten dann das Wasser auf den Schwimmrängen 2,3,4. Mit einem Spurt zur und durch die Wechselzone, schaffte ich es mit etwas Vorsprung aufs Velo zu steigen. Nach ein paar Kilometern wurde ich eingeholt von einigen Leuten und an der ersten Steigung nach 10km musste ich leider abreissen lassen. So fuhr also vorne eine 6er Gruppe und ich hinten alleine hinterher. Am Ende der zweiten Steigung nach Forch holten mich erneut zwei Leute ein, die ich aber im flachen Teil halten konnte. Nach einer schnellen Abfahrt waren noch 10 km flach um den See zu fahren. Zu Viert reihten wir uns auf und ich führte recht viel. Zwei Kilometer vor dem Wechsel fuhr ein Motorrad neben mich, zeigte mir die Schwarze Karte, was hiess 3 Minuten in der Penaltybox warten, bis ich auf die Laufstrecke konnte. Der Schiedsrichter hat gleich alle Vier unserer Gruppe bestraft. Keine Ahnung warum. Ich hatte den Eindruck den Abstand korrekt zu halten. Da ich noch nie so eine Strafe gekriegt habe, wechselte ich in die Laufschuhe und wollte meine Strafe beim Ausgang absitzen. Die Box war aber beim Eingang! Also wieder zurück spurten und dort die drei Minuten abwarten. Mehr oder weniger unmotiviert joggte ich dann endlich los. Nach ein paar Kilometern wollte ich aber doch noch einmal testen, was ich läuferisch draufhabe und das war dann doch nicht so schlecht. Ich lief die klar beste Laufzeit meiner AK und wurde noch Vierter mit 3'08" Rückstand auf den Ersten!?... Im Nachhinein war mein grösster Fehler, dass ich in der Steigung abreissen lassen musste. Sonst wäre ich in der Spitzengruppe gefahren und dort wurde niemand rausgenommen, weil der übermotivierte Schiri nicht dort auftauchte.
Aber der Test für die WM passte. Ich schwamm gut und lief gut und darauf wird es in zwei Wochen in Budapest ankommen.
Und hier doch noch ein Wort zu den Schiedsrichtern und dem leidigen Windschattenproblem: Vor zwei Wochen an den CH Meisterschaften in Nyon fuhren Gruppen mit 50cm Abständen um die vordersten Ränge. Kein Schiri weit und breit, keine Strafen, nichts! Ausser in der Wechselzone! Dort wurde ich von einem Herrn darauf aufmerksam gemacht, dass ich den Helmriemen zu früh gelöst hatte. Also Helmriemen aufmachen, Velo einstellen - statt umgekehrte Reihenfolge. Ja klar, ist eine Regel, hab‘s grad bei Höchstpuls und Adrenalin verwechselt. Aber bitte! Da steht einer in der WZ rum und schaut den Leuten zu, um zu überprüfen, ob sie den Helmriemen zu früh öffnen, aber die rennentscheidenden Regeln werden nicht mal versuchsweise überprüft.
Dann in Uster verteilt einer rennentscheidende Strafen für eine Situation, wie sie in jedem Rennen, immer und überall normal sind: Man fährt zu viert und wechselt sich ab und hält dabei die Abstände ein. So wie es die eine Minute vor uns fahrende Gruppe zu 100% auch gemacht hat. Klar, dass 10 Meter Abstand per Augenmass zu Diskussionen führen kann. Aber ob der Schiri, der hinter eine Gruppe herfährt, sieht, ob das nun 7,5 m oder 9 m Abstand sind?
Ist wohl wie beim Fussball. Schiedsrichter sein ist schwierig und es gibt Leute die „verpfeifen" ein Spiel. Und jetzt hat halt einer mein Rennen verpfiffen.

 

 



INFERNO Triathlon 21.8.2010

Urs Steffen        

 

Kurz entschlossen sagte ich zu, als ich knapp 2 Wochen vor dem Wettkampf den Startplatz von meinem Kollege Stefan angeboten erhielt. Etwas blauäugig für einen der härtesten Triathlon der Welt (steht so in der Ausschreibung ;-)

Da der Start in Thun und das Ziel auf dem Schilthorn (2970 m.ü.M.) liegt, beginnt der Wettkampf eigentlich schon am Freitag mit Einchecken an den verschiedenen Orten. In Oberhofen deponiert man das Rennrad, in Grindelwald das Bike und in Stechelberg die Laufsachen.

Start ist am Samstag um 6:30h im Freibad Thun. Thunerseetemperatur 17°, Distanz 3,1km 0 Höhenmeter. Die Empfehlung vom Veranstalter zwei Badekappen anzuziehen befolgte ich. Das Wasser war etwas wellig, dafür gab es absolut keine Rempelei. Die Strecke führt gerade zum Schloss nach Oberhofen und konnte voll genossen werden.

Nach einem „gemütlichen“ Wechsel, man muss die Schwimmutensilien in die farbige Tüte legen, welche man dann in Stechelberg mit allen andern Sachen wieder entgegen nehmen kann, gings mit dem Velo über Beatenberg – Interlaken (dort hätte ich beinahe die zu dieser Zeit an 2. Stelle liegende Frau abgeschossen, da ich im Kreisel rechts und Sie links wollte. Muss zugeben, Sie hatte recht und so kam ich nach einem Schwenker auch wieder auf die richtige Spur) – Meiringen – Grosse Scheidegg (die 53/25 Uebersetzung musste ich voll ausnutzen) – Grindelwald, 97km, 2145 Höhenmeter. Da ich auch dieses Jahr mehr auf olympische Distanzen trainierte, waren die Oberschenkel in Grindelwald leer.

Trotzdem ging es von dort mit dem Mountainbike über die kleine Scheidegg nach Stechelberg 30km,1180 Höhenmeter. Obschon meinem Topbike von Fehr musste ich einige Male stossen, war mir etwas peinlich, aber die Kraft war schlicht nicht mehr vorhanden. Dafür genoss ich das Berner Oberland bei schönstem Sonnenschein. Die Abfahrt von der kl. Scheidegg nach Lauterbrunnen war das Grösste. Der Wanderweg wurde unterteilt, so dass man rechts volle Kanne runter donnern konnte und die Japaner (vielleicht waren es auch Chinesen od. sonstige Touristen) spazierten links oder sprangen im letzten Moment in die Wiese. In meinem Tempo konnte ich nicht zurückschauen ob die Markierung für die Touristen mehrsprachig war…

In Stechelberg wurde einem das Bike abgenommen und im Wechselzelt zog man sich für die abschliessende Lauf (Wander)strecke um. 25km, 2175 Höhenmeter. Die ersten 5km nach Lauterbrunnen konnte ich noch joggend zurück legen. Sah sogar 2 Basejumper runter springen und ganz in meiner Nähe landen. Ab Lauterbrunnen begann für mich das Wandern… Ich wurde von unzähligen joggend überholt, stellte aber mit einer gewissen Genugtung fest, dass es meistens Sportler aus einem Team waren. Vier Kilometer vor dem Ziel sieht man endlich das Drehrestaurant auf dem Schilthorn und hört auch schon über Lautsprecher wie gerade die erste Frau einläuft und interviewt wird. Es ist einmal mehr Nina Brem.

Nach 10h56min erreichte auch ich total kaputt aber glücklich das Schilthorn als 4ter in meiner Kategorie. Meine Uhr zeigte einen Kalorienverbrauch von 8837 an! Das gute an diesem super organisierten und familiären Wettkampf ist, man kriegt keinen Muskelkater. Da die letzten 4km teilweise eine Kletterpartie ist, hat man das „Auslaufen“ schon im Wettkampf integriert J





Triathlon Nyon 08.08.2010 Schweizer Meisterschaft

1,5/43/10.5
Von Beat Widmer

Nach den Sommerferien bzw. einer Wettkampfpause von einem Monat wollte ich in Nyon erneut meine gute Form nutzen, um endlich den Titel als Schweizermeister meiner Alterskategorie zu holen. Die letzten zwei Jahre reichte es ja jeweils „nur" für Bronze. Jedes Mal zog ich meinen schlechten Tag ein und damit kann man kein Rennen gewinnen.
Beim Einfahren war ich guter Dinge, alles fühlte sich bereit an und ich war voller Tatendrang. Der Start der Kategorien ab 35 Jährige im Genfersee verlief problemlos. Ich schwamm mit zwei Athleten vorneweg und wir krochen auch gemeinsam die lange Steigung vom Seeufer zur Wechselzone hoch. Nun ja, ich bin kein Bergläufer und werde es auch nie sein. Schon gar nicht nach einem doch zügigen 1500m Schwimmen. Nach dem Wechsel lag ich dann an zweiter Stelle Overall und war guter Dinge. Nur die Beine fühlten sich nicht so dynamisch an. Schon bei knapp Tempo 40 machten sie „zu" und schmerzten undefinierbar von oben bis unten. Ich versuchte mich zu konzentrieren und zu lockern und hoffte auf Besserung. Nach den ersten Kilometern wurde ich von meinen Konkurrenten schön nach hinten durchgereicht und ich hatte selbst im flachen Steckenteil keine Chance die Kadenz zu übernehmen. Das ist mir diese Saison noch nie passiert. Tja ich musste es akzeptieren. Ehrlicherweise muss ich gestehen, schon nach einer Runde Radfahren, also nach 10 Kilometern ans Aufgeben gedacht zu haben. Ich entschied aber dann, mich der Niederlage zu stellen. Und das war es. Eine Klatsche! Ich wollte den Sieg und nicht einmal um die Plätze zu kämpfen, war mir heute mit dieser Tagesform möglich. So absolvierte ich den restlichen Parcours mit einer happigen Laufstrecke so gut es ging und landete am Ende auf Platz Fünf. Urs rettete aber die Ehre der Fehr Athleten und holte Bronze.
Nun ja, ich wusste, irgendwann geht meine Siegesserie zu Ende. Jetzt ist es so und ich bin umso motivierter in den nächsten Rennen zu zeigen, dass in Nyon noch nicht das letzte Wort gesprochen worden ist in dieser Saison.






Megathlon 2010
Nadine Marbot/Mobby Sahli

Am Sonntag stand der Megathlon in Radolfzell auf dem Programm.
Die Disziplinen wurden von Mobby und mir wie gewöhnlich eingeteilt, Mobby übernahm das Schwimmen, Rennvelo und Laufen (merciLächeln) und ich Inlinen und Biken.
Eigentlich die optimale Aufteilung bei uns, denn jeder hat seine Stärken, jedoch beim Laufen sind wir wohl beide „Fusskrank" und kommen einfach nicht vom FleckLächeln.
So, nun schön der Reihe nach. Um 8.00 Uhr fiel der Startschuss für die 2.5km lange Schwimmstrecke, Mobby zeigte eine starke Schwimmleistung und übergab mir bereits knappe 43min später den Chip und schon lagen wir in FührungLächeln, gut gemacht Mobby! Ich hatte nur ein Ziel, eine Gruppe finden so schnell wie möglich die Inline Strecke hinter mich bringen. Dies gelang mir sehr gut, ich fand bereits kurz nach dem Start 2 Gspändli, wir harmonierten super und wechselten uns schön ab. Ein tolles Gefühl so über die Strecke zu fliegenLächeln! Ich konnte die Führung sogar noch etwas ausbauen und konnte 53min später Mobby den Chip übergeben der sich auf die 55km lange und sehr anspruchsvolle Velostrecke machte. Mobby verlor kurz nach dem Start seinen Bidon, oh je!..aber wie immer wusste er sich zu helfen?. Als Mobby zurück kam wusste ich nicht genau auf welchem Zwischenrang wir sind und so gab es nur eins...VOLLGAS! Die Beine drehten gut und mein Ziel war es, die Position zu halten und kein Couple an mir vorbeiziehen lassen. Im letzten Anstieg überholten mich 2 Herren, ich versuchte mich ans Hinterrad zu heften, puuuh war ziemlich schnell und ich musste brutal auf die Zähne beissen. Augen zu und durchLächeln Ziemlich kaputt kam ich in die Wechselzone wo mir Mobby mitteilte das wir an 1.Stelle liegen. So, nun machte er sich auf die abschliessende Laufstrecke. Ich wusste das dies unsere schlechteste Disziplin ist und wartete gespannt vor dem Ziel auf ihn. Mobby kämpfte wirklich toll, leider verloren wir noch einige Plätze und kamen als 5.Couple ins Ziel. Wenn nur das Laufen nicht wäre...Lächeln!
Es war wieder einmal ein toller Wettkampf! Danke Mobby!..und bis zum nächsten Wettkampf lernen wir auch noch Laufen, dann kommts aber ganz gut Zwinkern




Ironman Switzerland - 10. Rang

Patrick Hunkeler

So, der Höhepunkt der Saison 2010 ist hinter mir... grundsätzlich bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, hat das ganze doch aber einen kleinen schalen Beigeschmack, doch dazu gleich mehr.
Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen aus der vorderen Reihe zu starten.
Das war eine sehr gute Entscheidung, ich hatte noch nie so ein entspanntes Schwimmen. Da ich in diesem Jahr mehr ins Schwimmtraining investiert hatte, war ich gespannt was mich bei der Überquerung der Stäfa-Insel auf der Uhr erwartet. Etwas enttäuschend hatte ich 25:xx auf der Uhr, nur unwesentlich schneller als im Vorjahr. Aber was soll‘s... es liegt ja noch eine Runde vor mir. Mit gleichmässigem Tempo hab ich auch die zweite Runde schnell hinter mich gebracht. Nach 55:59 bin ich dem lauwarmen Zürichsee entstiegen... nur knapp 10 Sekunden schneller als im Vorjahr. Aber was soll‘s... Hauptsache schneller. Nach einem schnellen Wechsel ging es ab aufs Rad.
Die Beine fühlten sich nicht ganz gut an, es drehte nicht wie gewohnt locker, deshalb habe ich es auf den ersten 30km langsam angehen lassen und bin keinem der Überholenden gefolgt. Erst auf dem hügeligen Terrain nach 30km haben sich meine Beine gelöst und es lief gewohnt locker. Ich habe mir vorgenommen auf der ersten Runde das ganze locker anzugehen um auf der zweiten Runde eine gleiche, regelmässige Zeit zu fahren. Nach 2:28 habe ich das erste Mal die Wechselzone passiert. Jetzt konnte ich anfangen etwas Tempo zu machen. Ich war in einer Gruppe unterwegs, welche ungefähr 10 Athleten dabei hatte. Das Ganze hat sich auf etwa 300m verteilt. Wir hatten auch während der ganzen Zeit am See entlang ein Motorrad dabei, und der Schiri musste kein einziges Mal eine Verwarnung oder ein Mahnendes Wort aussprechen. Nach 30km auf der zweiten Runde ging es wieder ins Hügelige Terrain... dort ist es dann passiert. Ein Teilstück, leicht bergauf... ich habe die Zeit genützt um mich zu verpflegen, einen Riegel ausgepackt und gemütlich gegessen. In dieser Zeit hat mich einer überholt und ist vor mir reingefahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich etwa 15 m Abstand zum Vordermann. Der ist vorne reingefahren und ich habe nicht reagiert. Ich war damit beschäftigt meinen Riegel zu essen und zu trinken... und nach ca. 1-2 min. war das Motorrad bei mir und hat mir die Schwarze Karte hingehalten - Drafting Strafe und 6min Penalty... was soll ich sagen. Ich wusste, dass es mein Fehler war, was hätte ich diskutieren sollen. Ich musste es akzeptieren und mein Rennen weiterfahren. Ich war mir aber bewusst, dass es jetzt mit Hawaii sehr knapp werden konnte. Kurz vor dem Wechsel zum Laufen habe ich dann meine Strafe abgesessen. An dieser Stelle, herzlichen Dank an Dalibor für die Aufmunternden Worte und die Unterstützung dort und während dem Laufen. Mit etwas Frust hab ich dann die letzten 12km vor dem Wechsel noch in Anlauf genommen. Mit dem Penalty bin ich nach 5:04 vom Rad runter gekommen. Die Zeit ohne Penalty wäre im Fahrplan gewesen.
Der Wechsel zum Laufen ging problemlos. Ich bin locker losgelaufen und habe versucht meinen Rhythmus zu finden. Das gelang mir auf den ersten beiden Runden sehr gut. In der dritten Runde hatte ich zu Beginn einen Hänger... erst als mir meine Frau den Zwischenstand angesagt hat, und ich nur noch 5 Ränge hinter der Quali lag, hab ich wieder die nötige Motivation gefunden. Aber es wurde hart.... zu Beginn der letzten Runde hab ich dann mitbekommen, dass ich auf dem 11. Rang lag... jetzt musste ich nochmals alles reinlegen. Ich habe versucht das Tempo nochmals etwas anzuziehen... es ging nur noch wenig. Aber die anderen wurden immer langsamer als ich, und so hab ich immer wieder Athleten überholt. Als dann auf den letzten 3km noch ein Deutscher zu mir aufgelaufen ist, musste ich wieder etwas Gas geben. Erst als er mir gesagt hat, dass er in der M35 war, konnten wir das ganze etwas entspannt angehen und wir wollten das ganze gemeinsam ins Ziel laufen. Wir haben ein schnelles Tempo angeschlagen, ich musste ihn dann aber 1km vor dem Ziel laufen lassen, ich konnte nicht mehr. Als ich dann in den Zielkanal eingebogen war, wusste ich, dass es vermutlich gereicht hat mit der Quali, habe ich doch auf den letzten 6km noch ein paar potentielle Konkurrenten überholt und es war sogar noch ein M30er dabei. Völlig erschöpft konnte ich dann die letzten Meter im Zielkanal geniessen. Nach einem Marathon von 3:11:49 und einer Schlusszeit von 9.15:39 bin ich sehr zufrieden mit der Leistung. Einzig der rote Strich über der Startnummer macht mir keine Freude. Ich werde aber nach Zürich zurückkommen um diesen Fehler noch zu korrigieren. Aber bis dahin werde ich noch etwas an mir arbeiten... dann werde ich die M35 aufmischen.
An dieser Stelle möchte ich noch meinen ganzen Fans an der Strecke danken.
Ohne euch hätte ich es nicht so durchziehen können. Ihr habt mich unterwegs motiviert und mich zum Weiterlaufen geschrien. Einen grossen Dank gebührt auch meiner Frau und meinem kleinen Sohn. Sie mussten viele Stunden auf mich verzichten. Jetzt hab ich endlich die Zeit um das ganze nachzuholen. Herzlichen Dank an alle... und zu guter Letzt auch einen Dank an Andy Fehr und sein Team für die grossartige Unterstützung bei allen technischen Problemen und Fragen.
Seit heute Nachmittag ist es auch offiziell, dass ich im Oktober nach Kona fahre.


 


GIGATHLON vom 10.+11. Juli 2010

 

Erlebnisbericht Gigathlon, 5-er-Team „LEDI"
- Schwimmerin Linda Ledergerber
- Inlinerin Sarah Hautle
- Mountainbiker Dani Hüsler
- Rennvelofahrer Fredy Zuberbühler
- Läufer Thomas Ledergerber

 

Am vergangenen Freitag sind wir gut gelaunt und hoch motiviert Richtung Thun aufge-brochen. Auf der grosszügigen Allmend stellten wir, bei sommerlichen Temperaturen, die beiden Gigathlon-Zelte auf und kannten so schon frühzeitig den Gigathlon-Spirit geniessen.

Die Nacht schien mir eher kurz zu sein, da ich nicht wirklich tief geschlafen habe (Zelte bestehen ja nicht gerade aus schallhemmenden Materialien). Schon ab 3.00 Uhr früh machten sich die ersten Athleten auf, damit sie um 5.00 Uhr am Start bereit waren. Die 5-er-Teams begannen das Abenteuer um 6.00 Uhr mit der Disziplin Inline.

Wir freuten uns alle auf unsere Einsätze und waren gespannt, ob der logistisch an-spruchsvolle Anlass auch gut über die Bühne gehen wird. Etwa eine Stunde nach dem Start bekam ich den Anruf, dass Sarah, unsere Inlinerin, ziemlich schwer gestürzt sei und eine Aerztin sie aus dem Rennen genommen habe ? ! Dies war natürlich ein herber Tiefschlag, den wir zuerst verdauen mussten. Sofort erkundigten wir uns bei Sarah, nach ihrem Befinden. Sie hatte starke Prellungen und musste am Ellenbogen genäht werden und wir waren froh, dass „nichts schlimmeres" passiert war. Linda und ich nahmen die enttäuschte Sarah im Camp in Empfang und versuchten sie etwas aufzumuntern.

..... Wie weiter? Wir erkundigten uns, welche Möglichkeiten der Rest des Teams noch hatte. Der Biker, welcher in der nächsten Wechselzone wartete, konnte einen neuen Zeitmesschip nehmen und das Rennen so fortsetzen, dies jedoch ausser Konkurrenz. so hatten wir wenigstens die Möglichkeit, dass jeder in seiner Disziplin die Abschnittszeiten erhielt. Mit etwas gedrückter Stimmung setzten wir die Gigathlon-Reise fort. Dani lief es gut und er spulte die Distanz sauber über die Runden. Fredy übernahm den Chip von Dani und pedalte die Rennveloeinheit im vorgestellten Zeitrahmen. Im Laufe des Tages wurde die Hitze immer grösser und das Problem war, dass in den Wechselzonen kaum Schattenplätze vorhanden waren. Auch musste man, durch die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln immer frühzeitig unterwegs sein und dann teilweise bis zu
4 Stunden auf den Wechsel warten. Auch war es schade, dass durch diese, wohl umweltfreundliche Reisemethode, dass Team nie zusammen war. Meistens war jeder alleine (natürlich mit vielen anderen Gigathleten zusammen) unterwegs. Zum Glück waren da noch Brigitte, RosaMaria und Martin als unsere „Fans" unterwegs und haben uns die Zeit in den Wechselzonen und im Ziel verkürzt .... VIELEN DANK DAFÜR ? !!
In Lungern übernahm Linda von Fredy und durfte ins sicherlich erfrischende Nass. Ich war schon etwas neidisch, obwohl Schwimmen nicht gerade meine Lieblingsdisziplin ist. Auch Linda machte ihre Sache sehr gut und nach einer Stunde konnte unser „Gümmeler" den zweiten Veloteil absolvieren. In der Zwischenzeit bin ich in Interlaken eingetroffen und versuchte irgendwo ein schattiges Plätzchen zu finden. Die Hitze war enorm und ich hatte das Gefühl, meine Beine seien schon vor dem Start bleischwer. Wenn ich jedoch zugesehen habe, wie die Singles und Couples das Ganze bewältigten, dann kann ich „nur den Hut" vor deren Leistung ziehen. So gesehen, sagte ich mir, dass ich ja nur die Laufstrecke absolvieren muss. Ziemlich nach Zeitplan überbrachte Fredy mir den Chip und ich machte mich auf den Weg. 31 km und 960 Höhenmeter lagen vor mir.
Ich nahm mir vor, locker zu laufen und keine unnötige Energie zu verschwenden, denn ich hatte ziemlichen Respekt vor dem Streckenprofil .... bin nämlich nicht gerade eine „Bergziege" und liebe die Steigungen nicht wirklich. Die ersten 9 km waren flach und ich war mehrheitlich auf der Ueberholspur unterwegs (Freude herrscht). Dann begann die Sache mit den Steigungen und dies nicht zu knapp! Von nun an war es nur noch ein stetiges auf und ab, mit Steigungen welche ich teilweise nur gehend bewältigen konnte. Dazu kamen Treppenpassagen, Waldwege und Abwärtspassagen welche es auch in sich hatten. Bis Kilometer 20 lief es einigermasen gut. Was jetzt abging war ein spezielles Erlebnis: Starke Windböen, begleitet von Donner und Blitz, Regen und Hagel-schauer im gröberen Stil. Ich lief mit den Händen über dem Kopf, die Dächlikappe und mein schütterer Haarwuchs dämpften die Hagelkörner zu wenig. Einige Läufer suchten unter Vordächern Schutz. Ich lief weiter, da ich ja sowieso schon durch und durch nass war. Von den Hängen lief das Wasser über die geteerten Strassen, dass man knöcheltief im Wasser stand. Ein spezielles Schauspiel waren die Fontänen welche aus den Schachtdeckeln empor stiegen. Zwei Schachtdeckel verabschiedeten sich sogar von ihrem Stammplatz! die Laufstrecke war hoch über dem Thunersee und wenn ich nach unten schaute, so sah ich Wellen und Schaumkronen wie am Meer, die Stimmung war sehr eindrucksvoll.
Die letzten fünf Kilometer in Thun waren dann eeeendlich flach und ich konnte meine arg strapazierte Wadenmuskulatur nochmals dazu bewegen etwas Gas zu geben. „Pflutschnass" und zufrieden überquerte ich die Ziellinie in einer Zeit von 2h50Min. Eine Zielzeit von 3 Stunden hatte ich mir vorgenommen.
Ganz entgegen meinen Gewohnheiten, schlief ich die kommende Nacht sogar gut im Zelt.

Den zweiten Tag läutete Linda ein. Sie stieg um 7.00 Uhr in den Thunersee und prügelte sich beim Massenstart mit den anderen „Gummihäuten". Teilweise mussten die Schwim-mer mit Treibholz und herum schwimmenden Aesten kämpfen, welche das Gewitter angeschwemmt hatte. Souverän hat sie die Sache gemeistert.
Sarah hat noch ein wenig vom Inlinestart am Sonntag geträumt, musste aber einsehen, dass es so keinen Sinn hat und die Gesundheit wichtiger ist!
So konnte Fredy ein wenig früher starten als vorgesehen und unser Tagesprogramm weiter ziehen. Sein Pensum an diesem Tag betrug 128 km und 1900 Höhenmeter. Wir hatten zusammen die Velostrecken schon einmal vorgängig abgefahren und dies war sinnvoll. Mit einer guten Renneinteilung übergab ein sichtlich zufriedener „Zubi" an unseren Biker.
Auf der, gegenüber dem Programm, geänderten Bikestrecke, fühlte sich Dani wohl und ich wusste, dass er den Chip wohlbehalten nach Spiez bringt. Nach 2h20Min. konnten wir uns begrüssen und ich nahm die letzte Etappe nach Thun in Angriff.
Wie Tags zuvor, war es wieder enorm heiss und ich freute mich auf die 19 km mit nur noch 300 Höhenmetern. Was ich nicht so recht realisiert habe, dass man die ganzen Höhenmeter in und um Spiez absolvieren musste. Nach ein paar hundert ebenen Metern ging es gleich in die erste Steigung. Anschliessend konnte ich nochmals ein wenig verschnaufen, bevor es Rampe um Rampe und Treppe um Treppe zum höchsten Punkt über der Stadt Spiez ging. Meine Beine fühlten sich vom Vortag noch ziemlich stacksig und schwer an und die Anstiege erfreuten mein Herz (und die Beine)nicht wirklich. Endlich oben angekommen war der Streckenverlauf gnädig und es ging flach Richtung Gigathlon-Ziel in Thun. Ab Kilometer 7 durfte mich Dani auf dem Mountainbike begleiten und ich versuchte mein persönliches Zeitziel von 1h30Min. einzuhalten. Da ich die anfänglichen Höhenmeter schlicht und einfach unterschätzt hatte, war ich bei Kilometer 15 schon 3 Minuten hinter meinem Fahrplan. Also „Gring ache u seckle"! Vor dem Ziel warteten bereits Linda und Fredy, so dass wir alle zusammen (fascht, gell Linda!) über den Zielstrich sprinten konnten. Nach meiner Uhr hatte ich meine Zielzeit um 29 Sekunden überzogen, die offizielle Zeit war dann gut 1h31Min.



Triathlon Frauenfeld 16.05.2010
Von Beat Widmer

Gut, man hatte es ja kommen sehen. Aber warum hatte der Wetterbericht genau dieses eine Mal recht in der 7 Tage Prognose? Sie verkündete nur eine dunkle Wolke mit Regen bzw. Schnee so bis 1500m.
Egal, als Triathlet, also Wintersportler, ist man sich ja so etwas gewohnt. Zudem war das Schwimmbecken geheizt auf 23°. So stand ich also in der Wechselzone mit Winterkleidung und wartete auf meinen Start. Der Einzelstartmodus lässt alle 15 Sekunden einen Wettkämpfer ins Rennen. Ich war um ca. 11:46 an der Reihe. Die Idee ist ja eigentlich, dass gegen Ende der Startreihenfolge, die schnellen Schwimmer starten. Das Problem ist aber jedes Jahr, dass das nie wirklich ganz funktioniert. Man hat nun eine Arbeitsgruppe damit betraut, herauszufinden warum das so ist.
Ich habe aber die Resultate schon jetzt: Alle Athleten müssen bei der Anmeldung eine Schwimmzeit angeben, einige kennen diese nicht, weil sie noch nie so weit geschwommen sind, andere, weil sie die Anzahl Längen, die Länge des Beckens oder die Uhr nicht kennen. Nur so ist zu erklären, dass jemand mit dem GPS System ins Becken ging - und das Teil dann leider versenkte. Tomtom, der Gott der Orientierungslosen, hat auch das Schwimmbecken erreicht. Hier mal ein Tipp von mir: Schmeisst die Uhren und Gadgets vor dem Wettkampf in die Sporttasche und holt sie erst wieder raus um zu schauen, wann die Siegerehrung stattfindet.
Und übrigens: Das Becken in Frauenfeld hat eine Länge von 50m! Hin und zurück ergibt 100m!! Gaaanz sicher!!
Zugegeben, auch die Logik in der Einteilung der korrekt angegebenen Schwimmzeiten ist manchmal schwer nachzuvollziehen. Das wird ja von unser aller und einzigen Zeitmessfirma erledigt. Alles zusammen führt dann dazu, dass sich die Zusammenstösse beim Schwimmen nicht auf den Start beschränken, sondern bei jeder Wende und bei jedem Überholmanöver auf die ganze Strecke verteilen. Ich war darum nicht die ganze Strecke über konzentriert aufs Schwimmen, sondern oft darauf, die Kollisionsgefahr zu reduzieren. Die Zeit war dann nicht schlecht, doch ich rannte volle Kanne zur Wechselzone, da dort mein Plasma wartete. Beim Einfahren hatte ich entschieden, ein Langarmtrikot anzuziehen - ausnahmsweise. Heute nahm ich mir die Zeit dazu. Es war richtig kalt und der Regen setzte auch pünktlich auf Rennbeginn wieder ein.
Der „Gerliker" ist ein übler Anstieg, kurz nach der Wechselzone. So steil, dass ich nur immer so um die 12-13km/h fuhr (gut, ein Gadget sei erlaubt beim Wettkampf) und dabei noch viele überholte. Die flacheren Teile der Strecke oder gar die abfallenden Geraden liegen mir dann eher. Dort konnte ich meine Stärke und die Stärken des Scott Plasma voll ausnutzen. Das Ganze war auf zwei Runden aufgeteilt - also zwei Mal den „Gerliker" hoch, was ziemlich in die kalten Muskeln ging. Ich versuchte, wie in Stettfurt eine hohe Kadenz zu fahren. Bei den kalten Temperaturen liess mich das als beste Option erscheinen, die Muskeln auf Betriebstemperatur zu bringen. Aber macht das mal eine 13% steile, verdammte Wand hoch. Kurz vor dem Wechsel holten mich ein paar Jungs ein, die nach mir gestartet waren. Aber keiner meiner Altersklasse war dabei. Nur die üblichen Verdächtigen auf den Tagessieg.
Der Lauf war in vier Runden aufgeteilt. Die erste Runde fühlte sich noch etwas holprig an, die Füsse noch ohne Gefühl. Dann aber ging es langsam besser. Mitte der zweiten Runde hörte ich das verdächtige „Taptaptaptap" hinter mir von schnellen Sohlen. Es war Manuel Küng der mich überholte. Er hatte im Schwimmen (unglaubliche 9:37! für 800m im Haifischbecken) und beim Velofahren einige Minuten aufgeholt und lief nun dem Tagessieg entgegen. Ich wagte es, mich an seine Fersen zu heften: Volles Risiko, es ging ja nur ein paar Kilometer. Da ich sein Trainer bin, war er wohl so nett, mich nicht gleich mit einem Antritt zu zerstören, sondern lief sein hohes aber regelmässiges Tempo weiter und ich hinterher, wie ein Wahnsinniger. Es machte richtig Spass so voll am Limit mit ihm die restlichen Runden zu absolvieren und ich konnte davon ausgehen, dass in meiner AK keiner so schnell laufen würde (Schnitt 3:33! kann man aus der Rangliste errechnen, braucht also kein GPS... Für einen Oldie nach der Tortur auf dem Rad nicht schlecht). Es war auch eine Superstimmung, die von den Zuschauern kam. Dauernd wurde man mit Namen angefeuert. Ein richtiges Heimspiel halt.
Kurz vor dem Ziel zog Manu dann doch noch etwas an und distanzierte mich ein paar Meter - die Hierarchie musste hergestellt werden ;-) und ich lief mein Rennen als Sieger Ak2 mit 3‘50‘‘ Vorsprung auf den zweiten Alfi Caprez ins Ziel. Jörg Zürcher wurde dritter und mein 5. Rang Overall, war mehr als gut genug, in Anbetracht der vielen starken Leute am Start. Ja und Thurgauer-Meister wurde ich auch noch. So ca. zum dritten Mal würde ich schätzen.
Trotz dem Wetter: Ein Super Anlass, wie immer. Danke an alle Zuschauer und die Organisatoren.







Sempacherseetriathlon 04.07.2010
1.5/43/10
Beat Widmer


Runde drei im Swisstriathlon Circuit fand am Wochenende in Nottwil am Sempachersee statt. Schöne Gegend, gute Organisation, schönes Wetter!...schönes Wetter? War da nicht bis jetzt garantiert schlechtes Wetter, wenn ich an einem Wettkampf auftauchte? Die Tage vor dem Rennen deuteten ja eher auf eine Hitzeschlacht bei Sempach hin. Aber dann erinnerte sich eben doch noch mein Wölkchen an seine Pflichten und liess mich nicht im Stich: Dauerregen am Morgen beim Einrichten der Wechselzone! ABER, der See war warm: 24°! Und der Regen war auch warm. Es klarte dann sogar auf und die Strassen trockneten rasch ab.
Das Schwimmen ohne Neoprenanzug erfreut mich ja besonders. Ich schwamm nach ein paar kräftigen Zügen bereits alleine vorne, hinter dem Führungsboot. Die Kategorie der 20-34 Jährigen war mit uns gestartet und nach ca. 500m überholte mich einer dieser Jungs. Das war optimal für mich und wir erledigten den Rest der Strecke zu zweit - also ich im Taxi hinten an den Füssen meines jungen Kollegen. Vielen Dank an dieser Stelle!
Wir wechselten gemeinsam auf's Velo und hatten schon ziemlich Vorsprung auf den Rest. Im ersten, flachen Teil von gut 10km, lösten wir uns ab in der Führungsarbeit. Es lief gut, die Beine drehten schön. Im ersten Anstieg nach Vogelsang musste ich bereits ans Limit und kämpfte. Ich fuhr vorne und meinem Kollegen ging‘s wohl nicht besser, da der Abstand eher grösser wurde. Es folgte eine steile Abfahrt und dann erneut ein ruppiger Anstieg. Dort fuhr ein weiterer Athlet zu uns auf und liess uns stehen. Die Strecke ist wirklich knüppelhart. Ich fuhr die ganze Zeit über am Limit und es gab kaum Erholungsphasen. Die Abfahrt nach Sempach war auch keine reine Erholung. Da es kaum Kurven hatte, trat ich voll in die Pedale um das letzte „kmh" Geschwindigkeit herauszuholen. Unten in Sempach war ich dann zum Führenden aufgeschlossen, dafür war mein Schwimmkollege distanziert. Ich fuhr dann die leicht wellige Strecke im Gegenwind vorne und der junge Kollege hinter mir her. Da aber der Schiri dauernd um uns herumkurvte, musste ich mir keine Sorgen machen wegen Windschattenfahren und solchen Dingen. Auch hier gab ich wirklich noch einmal alles und schonte mich nicht. Das ist ja eigentlich meine Stärke: Flach, windig, wellig. Hart war es trotzdem und die Beine fühlten sich nicht so extrem frisch an beim Wechsel aufs Laufen. Ich ging es mal dosiert an und da sich mittlerweile auch die Hitze zurückgemeldet hatte, schüttete ich an der Verpflegungstelle möglichst viel Flüssiges in mich und über mich. Die Laufstecke war auf vier Runden aufgeteilt, die mit vielen Ecken und scharfen Richtungsänderungen gespickt waren. Richtig flüssig fühlte sich das nicht an. Ich war auch leicht gestresst, weil ich immer damit rechnete, dass noch ein AK 2 Kollege plötzlich auftauchen könnte. Ich kämpfte mich durch und landete meinen 5. Saisonsieg im 5. Rennen. Es war ein hartes Stück Arbeit, damit das auch mal gesagt wäre ;-).
Urs wurde dritter und das Podest war also erneut mit zwei „fehr-velos.ch" - Fahrern besetzt.



Am Sonntag stand der Megathlon in Radolfzell auf dem Programm.
Die Disziplinen wurden von Mobby und mir wie gewöhnlich eingeteilt, Mobby übernahm das Schwimmen, Rennvelo und Laufen (merciLächeln) und ich Inlinen und Biken.
Eigentlich die optimale Aufteilung bei uns, denn jeder hat seine Stärken, jedoch beim Laufen sind wir wohl beide „Fusskrank" und kommen einfach nicht vom FleckLächeln.
So, nun schön der Reihe nach. Um 8.00 Uhr fiel der Startschuss für die 2.5km lange Schwimmstrecke, Mobby zeigte eine starke Schwimmleistung und übergab mir bereits knappe 43min später den Chip und schon lagen wir in FührungLächeln, gut gemacht Mobby! Ich hatte nur ein Ziel, eine Gruppe finden so schnell wie möglich die Inline Strecke hinter mich bringen. Dies gelang mir sehr gut, ich fand bereits kurz nach dem Start 2 Gspändli, wir harmonierten super und wechselten uns schön ab. Ein tolles Gefühl so über die Strecke zu fliegenLächeln! Ich konnte die Führung sogar noch etwas ausbauen und konnte 53min später Mobby den Chip übergeben der sich auf die 55km lange und sehr anspruchsvolle Velostrecke machte. Mobby verlor kurz nach dem Start seinen Bidon, oh je!..aber wie immer wusste er sich zu helfen?. Als Mobby zurück kam wusste ich nicht genau auf welchem Zwischenrang wir sind und so gab es nur eins...VOLLGAS! Die Beine drehten gut und mein Ziel war es, die Position zu halten und kein Couple an mir vorbeiziehen lassen. Im letzten Anstieg überholten mich 2 Herren, ich versuchte mich ans Hinterrad zu heften, puuuh war ziemlich schnell und ich musste brutal auf die Zähne beissen. Augen zu und durchLächeln Ziemlich kaputt kam ich in die Wechselzone wo mir Mobby mitteilte das wir an 1.Stelle liegen. So, nun machte er sich auf die abschliessende Laufstrecke. Ich wusste das dies unsere schlechteste Disziplin ist und wartete gespannt vor dem Ziel auf ihn. Mobby kämpfte wirklich toll, leider verloren wir noch einige Plätze und kamen als 5.Couple ins Ziel. Wenn nur das Laufen nicht wäre...Lächeln!
Es war wieder einmal ein toller Wettkampf! Danke Mobby!..und bis zum nächsten Wettkampf lernen wir auch noch Laufen, dann kommts aber ganz gut Zwinkern




Ironman Switzerland - 10. Rang

Patrick Hunkeler

So, der Höhepunkt der Saison 2010 ist hinter mir... grundsätzlich bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, hat das ganze doch aber einen kleinen schalen Beigeschmack, doch dazu gleich mehr.
Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen aus der vorderen Reihe zu starten.
Das war eine sehr gute Entscheidung, ich hatte noch nie so ein entspanntes Schwimmen. Da ich in diesem Jahr mehr ins Schwimmtraining investiert hatte, war ich gespannt was mich bei der Überquerung der Stäfa-Insel auf der Uhr erwartet. Etwas enttäuschend hatte ich 25:xx auf der Uhr, nur unwesentlich schneller als im Vorjahr. Aber was soll‘s... es liegt ja noch eine Runde vor mir. Mit gleichmässigem Tempo hab ich auch die zweite Runde schnell hinter mich gebracht. Nach 55:59 bin ich dem lauwarmen Zürichsee entstiegen... nur knapp 10 Sekunden schneller als im Vorjahr. Aber was soll‘s... Hauptsache schneller. Nach einem schnellen Wechsel ging es ab aufs Rad.
Die Beine fühlten sich nicht ganz gut an, es drehte nicht wie gewohnt locker, deshalb habe ich es auf den ersten 30km langsam angehen lassen und bin keinem der Überholenden gefolgt. Erst auf dem hügeligen Terrain nach 30km haben sich meine Beine gelöst und es lief gewohnt locker. Ich habe mir vorgenommen auf der ersten Runde das ganze locker anzugehen um auf der zweiten Runde eine gleiche, regelmässige Zeit zu fahren. Nach 2:28 habe ich das erste Mal die Wechselzone passiert. Jetzt konnte ich anfangen etwas Tempo zu machen. Ich war in einer Gruppe unterwegs, welche ungefähr 10 Athleten dabei hatte. Das Ganze hat sich auf etwa 300m verteilt. Wir hatten auch während der ganzen Zeit am See entlang ein Motorrad dabei, und der Schiri musste kein einziges Mal eine Verwarnung oder ein Mahnendes Wort aussprechen. Nach 30km auf der zweiten Runde ging es wieder ins Hügelige Terrain... dort ist es dann passiert. Ein Teilstück, leicht bergauf... ich habe die Zeit genützt um mich zu verpflegen, einen Riegel ausgepackt und gemütlich gegessen. In dieser Zeit hat mich einer überholt und ist vor mir reingefahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich etwa 15 m Abstand zum Vordermann. Der ist vorne reingefahren und ich habe nicht reagiert. Ich war damit beschäftigt meinen Riegel zu essen und zu trinken... und nach ca. 1-2 min. war das Motorrad bei mir und hat mir die Schwarze Karte hingehalten - Drafting Strafe und 6min Penalty... was soll ich sagen. Ich wusste, dass es mein Fehler war, was hätte ich diskutieren sollen. Ich musste es akzeptieren und mein Rennen weiterfahren. Ich war mir aber bewusst, dass es jetzt mit Hawaii sehr knapp werden konnte. Kurz vor dem Wechsel zum Laufen habe ich dann meine Strafe abgesessen. An dieser Stelle, herzlichen Dank an Dalibor für die Aufmunternden Worte und die Unterstützung dort und während dem Laufen. Mit etwas Frust hab ich dann die letzten 12km vor dem Wechsel noch in Anlauf genommen. Mit dem Penalty bin ich nach 5:04 vom Rad runter gekommen. Die Zeit ohne Penalty wäre im Fahrplan gewesen.
Der Wechsel zum Laufen ging problemlos. Ich bin locker losgelaufen und habe versucht meinen Rhythmus zu finden. Das gelang mir auf den ersten beiden Runden sehr gut. In der dritten Runde hatte ich zu Beginn einen Hänger... erst als mir meine Frau den Zwischenstand angesagt hat, und ich nur noch 5 Ränge hinter der Quali lag, hab ich wieder die nötige Motivation gefunden. Aber es wurde hart.... zu Beginn der letzten Runde hab ich dann mitbekommen, dass ich auf dem 11. Rang lag... jetzt musste ich nochmals alles reinlegen. Ich habe versucht das Tempo nochmals etwas anzuziehen... es ging nur noch wenig. Aber die anderen wurden immer langsamer als ich, und so hab ich immer wieder Athleten überholt. Als dann auf den letzten 3km noch ein Deutscher zu mir aufgelaufen ist, musste ich wieder etwas Gas geben. Erst als er mir gesagt hat, dass er in der M35 war, konnten wir das ganze etwas entspannt angehen und wir wollten das ganze gemeinsam ins Ziel laufen. Wir haben ein schnelles Tempo angeschlagen, ich musste ihn dann aber 1km vor dem Ziel laufen lassen, ich konnte nicht mehr. Als ich dann in den Zielkanal eingebogen war, wusste ich, dass es vermutlich gereicht hat mit der Quali, habe ich doch auf den letzten 6km noch ein paar potentielle Konkurrenten überholt und es war sogar noch ein M30er dabei. Völlig erschöpft konnte ich dann die letzten Meter im Zielkanal geniessen. Nach einem Marathon von 3:11:49 und einer Schlusszeit von 9.15:39 bin ich sehr zufrieden mit der Leistung. Einzig der rote Strich über der Startnummer macht mir keine Freude. Ich werde aber nach Zürich zurückkommen um diesen Fehler noch zu korrigieren. Aber bis dahin werde ich noch etwas an mir arbeiten... dann werde ich die M35 aufmischen.
An dieser Stelle möchte ich noch meinen ganzen Fans an der Strecke danken.
Ohne euch hätte ich es nicht so durchziehen können. Ihr habt mich unterwegs motiviert und mich zum Weiterlaufen geschrien. Einen grossen Dank gebührt auch meiner Frau und meinem kleinen Sohn. Sie mussten viele Stunden auf mich verzichten. Jetzt hab ich endlich die Zeit um das ganze nachzuholen. Herzlichen Dank an alle... und zu guter Letzt auch einen Dank an Andy Fehr und sein Team für die grossartige Unterstützung bei allen technischen Problemen und Fragen.
Seit heute Nachmittag ist es auch offiziell, dass ich im Oktober nach Kona fahre.


 


GIGATHLON vom 10.+11. Juli 2010

 

Erlebnisbericht Gigathlon, 5-er-Team „LEDI"
- Schwimmerin Linda Ledergerber
- Inlinerin Sarah Hautle
- Mountainbiker Dani Hüsler
- Rennvelofahrer Fredy Zuberbühler
- Läufer Thomas Ledergerber

 

Am vergangenen Freitag sind wir gut gelaunt und hoch motiviert Richtung Thun aufge-brochen. Auf der grosszügigen Allmend stellten wir, bei sommerlichen Temperaturen, die beiden Gigathlon-Zelte auf und kannten so schon frühzeitig den Gigathlon-Spirit geniessen.

Die Nacht schien mir eher kurz zu sein, da ich nicht wirklich tief geschlafen habe (Zelte bestehen ja nicht gerade aus schallhemmenden Materialien). Schon ab 3.00 Uhr früh machten sich die ersten Athleten auf, damit sie um 5.00 Uhr am Start bereit waren. Die 5-er-Teams begannen das Abenteuer um 6.00 Uhr mit der Disziplin Inline.

Wir freuten uns alle auf unsere Einsätze und waren gespannt, ob der logistisch an-spruchsvolle Anlass auch gut über die Bühne gehen wird. Etwa eine Stunde nach dem Start bekam ich den Anruf, dass Sarah, unsere Inlinerin, ziemlich schwer gestürzt sei und eine Aerztin sie aus dem Rennen genommen habe ? ! Dies war natürlich ein herber Tiefschlag, den wir zuerst verdauen mussten. Sofort erkundigten wir uns bei Sarah, nach ihrem Befinden. Sie hatte starke Prellungen und musste am Ellenbogen genäht werden und wir waren froh, dass „nichts schlimmeres" passiert war. Linda und ich nahmen die enttäuschte Sarah im Camp in Empfang und versuchten sie etwas aufzumuntern.

..... Wie weiter? Wir erkundigten uns, welche Möglichkeiten der Rest des Teams noch hatte. Der Biker, welcher in der nächsten Wechselzone wartete, konnte einen neuen Zeitmesschip nehmen und das Rennen so fortsetzen, dies jedoch ausser Konkurrenz. so hatten wir wenigstens die Möglichkeit, dass jeder in seiner Disziplin die Abschnittszeiten erhielt. Mit etwas gedrückter Stimmung setzten wir die Gigathlon-Reise fort. Dani lief es gut und er spulte die Distanz sauber über die Runden. Fredy übernahm den Chip von Dani und pedalte die Rennveloeinheit im vorgestellten Zeitrahmen. Im Laufe des Tages wurde die Hitze immer grösser und das Problem war, dass in den Wechselzonen kaum Schattenplätze vorhanden waren. Auch musste man, durch die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln immer frühzeitig unterwegs sein und dann teilweise bis zu
4 Stunden auf den Wechsel warten. Auch war es schade, dass durch diese, wohl umweltfreundliche Reisemethode, dass Team nie zusammen war. Meistens war jeder alleine (natürlich mit vielen anderen Gigathleten zusammen) unterwegs. Zum Glück waren da noch Brigitte, RosaMaria und Martin als unsere „Fans" unterwegs und haben uns die Zeit in den Wechselzonen und im Ziel verkürzt .... VIELEN DANK DAFÜR ? !!
In Lungern übernahm Linda von Fredy und durfte ins sicherlich erfrischende Nass. Ich war schon etwas neidisch, obwohl Schwimmen nicht gerade meine Lieblingsdisziplin ist. Auch Linda machte ihre Sache sehr gut und nach einer Stunde konnte unser „Gümmeler" den zweiten Veloteil absolvieren. In der Zwischenzeit bin ich in Interlaken eingetroffen und versuchte irgendwo ein schattiges Plätzchen zu finden. Die Hitze war enorm und ich hatte das Gefühl, meine Beine seien schon vor dem Start bleischwer. Wenn ich jedoch zugesehen habe, wie die Singles und Couples das Ganze bewältigten, dann kann ich „nur den Hut" vor deren Leistung ziehen. So gesehen, sagte ich mir, dass ich ja nur die Laufstrecke absolvieren muss. Ziemlich nach Zeitplan überbrachte Fredy mir den Chip und ich machte mich auf den Weg. 31 km und 960 Höhenmeter lagen vor mir.
Ich nahm mir vor, locker zu laufen und keine unnötige Energie zu verschwenden, denn ich hatte ziemlichen Respekt vor dem Streckenprofil .... bin nämlich nicht gerade eine „Bergziege" und liebe die Steigungen nicht wirklich. Die ersten 9 km waren flach und ich war mehrheitlich auf der Ueberholspur unterwegs (Freude herrscht). Dann begann die Sache mit den Steigungen und dies nicht zu knapp! Von nun an war es nur noch ein stetiges auf und ab, mit Steigungen welche ich teilweise nur gehend bewältigen konnte. Dazu kamen Treppenpassagen, Waldwege und Abwärtspassagen welche es auch in sich hatten. Bis Kilometer 20 lief es einigermasen gut. Was jetzt abging war ein spezielles Erlebnis: Starke Windböen, begleitet von Donner und Blitz, Regen und Hagel-schauer im gröberen Stil. Ich lief mit den Händen über dem Kopf, die Dächlikappe und mein schütterer Haarwuchs dämpften die Hagelkörner zu wenig. Einige Läufer suchten unter Vordächern Schutz. Ich lief weiter, da ich ja sowieso schon durch und durch nass war. Von den Hängen lief das Wasser über die geteerten Strassen, dass man knöcheltief im Wasser stand. Ein spezielles Schauspiel waren die Fontänen welche aus den Schachtdeckeln empor stiegen. Zwei Schachtdeckel verabschiedeten sich sogar von ihrem Stammplatz! die Laufstrecke war hoch über dem Thunersee und wenn ich nach unten schaute, so sah ich Wellen und Schaumkronen wie am Meer, die Stimmung war sehr eindrucksvoll.
Die letzten fünf Kilometer in Thun waren dann eeeendlich flach und ich konnte meine arg strapazierte Wadenmuskulatur nochmals dazu bewegen etwas Gas zu geben. „Pflutschnass" und zufrieden überquerte ich die Ziellinie in einer Zeit von 2h50Min. Eine Zielzeit von 3 Stunden hatte ich mir vorgenommen.
Ganz entgegen meinen Gewohnheiten, schlief ich die kommende Nacht sogar gut im Zelt.

Den zweiten Tag läutete Linda ein. Sie stieg um 7.00 Uhr in den Thunersee und prügelte sich beim Massenstart mit den anderen „Gummihäuten". Teilweise mussten die Schwim-mer mit Treibholz und herum schwimmenden Aesten kämpfen, welche das Gewitter angeschwemmt hatte. Souverän hat sie die Sache gemeistert.
Sarah hat noch ein wenig vom Inlinestart am Sonntag geträumt, musste aber einsehen, dass es so keinen Sinn hat und die Gesundheit wichtiger ist!
So konnte Fredy ein wenig früher starten als vorgesehen und unser Tagesprogramm weiter ziehen. Sein Pensum an diesem Tag betrug 128 km und 1900 Höhenmeter. Wir hatten zusammen die Velostrecken schon einmal vorgängig abgefahren und dies war sinnvoll. Mit einer guten Renneinteilung übergab ein sichtlich zufriedener „Zubi" an unseren Biker.
Auf der, gegenüber dem Programm, geänderten Bikestrecke, fühlte sich Dani wohl und ich wusste, dass er den Chip wohlbehalten nach Spiez bringt. Nach 2h20Min. konnten wir uns begrüssen und ich nahm die letzte Etappe nach Thun in Angriff.
Wie Tags zuvor, war es wieder enorm heiss und ich freute mich auf die 19 km mit nur noch 300 Höhenmetern. Was ich nicht so recht realisiert habe, dass man die ganzen Höhenmeter in und um Spiez absolvieren musste. Nach ein paar hundert ebenen Metern ging es gleich in die erste Steigung. Anschliessend konnte ich nochmals ein wenig verschnaufen, bevor es Rampe um Rampe und Treppe um Treppe zum höchsten Punkt über der Stadt Spiez ging. Meine Beine fühlten sich vom Vortag noch ziemlich stacksig und schwer an und die Anstiege erfreuten mein Herz (und die Beine)nicht wirklich. Endlich oben angekommen war der Streckenverlauf gnädig und es ging flach Richtung Gigathlon-Ziel in Thun. Ab Kilometer 7 durfte mich Dani auf dem Mountainbike begleiten und ich versuchte mein persönliches Zeitziel von 1h30Min. einzuhalten. Da ich die anfänglichen Höhenmeter schlicht und einfach unterschätzt hatte, war ich bei Kilometer 15 schon 3 Minuten hinter meinem Fahrplan. Also „Gring ache u seckle"! Vor dem Ziel warteten bereits Linda und Fredy, so dass wir alle zusammen (fascht, gell Linda!) über den Zielstrich sprinten konnten. Nach meiner Uhr hatte ich meine Zielzeit um 29 Sekunden überzogen, die offizielle Zeit war dann gut 1h31Min.



Triathlon Frauenfeld 16.05.2010
Von Beat Widmer

Gut, man hatte es ja kommen sehen. Aber warum hatte der Wetterbericht genau dieses eine Mal recht in der 7 Tage Prognose? Sie verkündete nur eine dunkle Wolke mit Regen bzw. Schnee so bis 1500m.
Egal, als Triathlet, also Wintersportler, ist man sich ja so etwas gewohnt. Zudem war das Schwimmbecken geheizt auf 23°. So stand ich also in der Wechselzone mit Winterkleidung und wartete auf meinen Start. Der Einzelstartmodus lässt alle 15 Sekunden einen Wettkämpfer ins Rennen. Ich war um ca. 11:46 an der Reihe. Die Idee ist ja eigentlich, dass gegen Ende der Startreihenfolge, die schnellen Schwimmer starten. Das Problem ist aber jedes Jahr, dass das nie wirklich ganz funktioniert. Man hat nun eine Arbeitsgruppe damit betraut, herauszufinden warum das so ist.
Ich habe aber die Resultate schon jetzt: Alle Athleten müssen bei der Anmeldung eine Schwimmzeit angeben, einige kennen diese nicht, weil sie noch nie so weit geschwommen sind, andere, weil sie die Anzahl Längen, die Länge des Beckens oder die Uhr nicht kennen. Nur so ist zu erklären, dass jemand mit dem GPS System ins Becken ging - und das Teil dann leider versenkte. Tomtom, der Gott der Orientierungslosen, hat auch das Schwimmbecken erreicht. Hier mal ein Tipp von mir: Schmeisst die Uhren und Gadgets vor dem Wettkampf in die Sporttasche und holt sie erst wieder raus um zu schauen, wann die Siegerehrung stattfindet.
Und übrigens: Das Becken in Frauenfeld hat eine Länge von 50m! Hin und zurück ergibt 100m!! Gaaanz sicher!!
Zugegeben, auch die Logik in der Einteilung der korrekt angegebenen Schwimmzeiten ist manchmal schwer nachzuvollziehen. Das wird ja von unser aller und einzigen Zeitmessfirma erledigt. Alles zusammen führt dann dazu, dass sich die Zusammenstösse beim Schwimmen nicht auf den Start beschränken, sondern bei jeder Wende und bei jedem Überholmanöver auf die ganze Strecke verteilen. Ich war darum nicht die ganze Strecke über konzentriert aufs Schwimmen, sondern oft darauf, die Kollisionsgefahr zu reduzieren. Die Zeit war dann nicht schlecht, doch ich rannte volle Kanne zur Wechselzone, da dort mein Plasma wartete. Beim Einfahren hatte ich entschieden, ein Langarmtrikot anzuziehen - ausnahmsweise. Heute nahm ich mir die Zeit dazu. Es war richtig kalt und der Regen setzte auch pünktlich auf Rennbeginn wieder ein.
Der „Gerliker" ist ein übler Anstieg, kurz nach der Wechselzone. So steil, dass ich nur immer so um die 12-13km/h fuhr (gut, ein Gadget sei erlaubt beim Wettkampf) und dabei noch viele überholte. Die flacheren Teile der Strecke oder gar die abfallenden Geraden liegen mir dann eher. Dort konnte ich meine Stärke und die Stärken des Scott Plasma voll ausnutzen. Das Ganze war auf zwei Runden aufgeteilt - also zwei Mal den „Gerliker" hoch, was ziemlich in die kalten Muskeln ging. Ich versuchte, wie in Stettfurt eine hohe Kadenz zu fahren. Bei den kalten Temperaturen liess mich das als beste Option erscheinen, die Muskeln auf Betriebstemperatur zu bringen. Aber macht das mal eine 13% steile, verdammte Wand hoch. Kurz vor dem Wechsel holten mich ein paar Jungs ein, die nach mir gestartet waren. Aber keiner meiner Altersklasse war dabei. Nur die üblichen Verdächtigen auf den Tagessieg.
Der Lauf war in vier Runden aufgeteilt. Die erste Runde fühlte sich noch etwas holprig an, die Füsse noch ohne Gefühl. Dann aber ging es langsam besser. Mitte der zweiten Runde hörte ich das verdächtige „Taptaptaptap" hinter mir von schnellen Sohlen. Es war Manuel Küng der mich überholte. Er hatte im Schwimmen (unglaubliche 9:37! für 800m im Haifischbecken) und beim Velofahren einige Minuten aufgeholt und lief nun dem Tagessieg entgegen. Ich wagte es, mich an seine Fersen zu heften: Volles Risiko, es ging ja nur ein paar Kilometer. Da ich sein Trainer bin, war er wohl so nett, mich nicht gleich mit einem Antritt zu zerstören, sondern lief sein hohes aber regelmässiges Tempo weiter und ich hinterher, wie ein Wahnsinniger. Es machte richtig Spass so voll am Limit mit ihm die restlichen Runden zu absolvieren und ich konnte davon ausgehen, dass in meiner AK keiner so schnell laufen würde (Schnitt 3:33! kann man aus der Rangliste errechnen, braucht also kein GPS... Für einen Oldie nach der Tortur auf dem Rad nicht schlecht). Es war auch eine Superstimmung, die von den Zuschauern kam. Dauernd wurde man mit Namen angefeuert. Ein richtiges Heimspiel halt.
Kurz vor dem Ziel zog Manu dann doch noch etwas an und distanzierte mich ein paar Meter - die Hierarchie musste hergestellt werden ;-) und ich lief mein Rennen als Sieger Ak2 mit 3‘50‘‘ Vorsprung auf den zweiten Alfi Caprez ins Ziel. Jörg Zürcher wurde dritter und mein 5. Rang Overall, war mehr als gut genug, in Anbetracht der vielen starken Leute am Start. Ja und Thurgauer-Meister wurde ich auch noch. So ca. zum dritten Mal würde ich schätzen.
Trotz dem Wetter: Ein Super Anlass, wie immer. Danke an alle Zuschauer und die Organisatoren.







Sempacherseetriathlon 04.07.2010
1.5/43/10
Beat Widmer


Runde drei im Swisstriathlon Circuit fand am Wochenende in Nottwil am Sempachersee statt. Schöne Gegend, gute Organisation, schönes Wetter!...schönes Wetter? War da nicht bis jetzt garantiert schlechtes Wetter, wenn ich an einem Wettkampf auftauchte? Die Tage vor dem Rennen deuteten ja eher auf eine Hitzeschlacht bei Sempach hin. Aber dann erinnerte sich eben doch noch mein Wölkchen an seine Pflichten und liess mich nicht im Stich: Dauerregen am Morgen beim Einrichten der Wechselzone! ABER, der See war warm: 24°! Und der Regen war auch warm. Es klarte dann sogar auf und die Strassen trockneten rasch ab.
Das Schwimmen ohne Neoprenanzug erfreut mich ja besonders. Ich schwamm nach ein paar kräftigen Zügen bereits alleine vorne, hinter dem Führungsboot. Die Kategorie der 20-34 Jährigen war mit uns gestartet und nach ca. 500m überholte mich einer dieser Jungs. Das war optimal für mich und wir erledigten den Rest der Strecke zu zweit - also ich im Taxi hinten an den Füssen meines jungen Kollegen. Vielen Dank an dieser Stelle!
Wir wechselten gemeinsam auf's Velo und hatten schon ziemlich Vorsprung auf den Rest. Im ersten, flachen Teil von gut 10km, lösten wir uns ab in der Führungsarbeit. Es lief gut, die Beine drehten schön. Im ersten Anstieg nach Vogelsang musste ich bereits ans Limit und kämpfte. Ich fuhr vorne und meinem Kollegen ging‘s wohl nicht besser, da der Abstand eher grösser wurde. Es folgte eine steile Abfahrt und dann erneut ein ruppiger Anstieg. Dort fuhr ein weiterer Athlet zu uns auf und liess uns stehen. Die Strecke ist wirklich knüppelhart. Ich fuhr die ganze Zeit über am Limit und es gab kaum Erholungsphasen. Die Abfahrt nach Sempach war auch keine reine Erholung. Da es kaum Kurven hatte, trat ich voll in die Pedale um das letzte „kmh" Geschwindigkeit herauszuholen. Unten in Sempach war ich dann zum Führenden aufgeschlossen, dafür war mein Schwimmkollege distanziert. Ich fuhr dann die leicht wellige Strecke im Gegenwind vorne und der junge Kollege hinter mir her. Da aber der Schiri dauernd um uns herumkurvte, musste ich mir keine Sorgen machen wegen Windschattenfahren und solchen Dingen. Auch hier gab ich wirklich noch einmal alles und schonte mich nicht. Das ist ja eigentlich meine Stärke: Flach, windig, wellig. Hart war es trotzdem und die Beine fühlten sich nicht so extrem frisch an beim Wechsel aufs Laufen. Ich ging es mal dosiert an und da sich mittlerweile auch die Hitze zurückgemeldet hatte, schüttete ich an der Verpflegungstelle möglichst viel Flüssiges in mich und über mich. Die Laufstecke war auf vier Runden aufgeteilt, die mit vielen Ecken und scharfen Richtungsänderungen gespickt waren. Richtig flüssig fühlte sich das nicht an. Ich war auch leicht gestresst, weil ich immer damit rechnete, dass noch ein AK 2 Kollege plötzlich auftauchen könnte. Ich kämpfte mich durch und landete meinen 5. Saisonsieg im 5. Rennen. Es war ein hartes Stück Arbeit, damit das auch mal gesagt wäre ;-).
Urs wurde dritter und das Podest war also erneut mit zwei „fehr-velos.ch" - Fahrern besetzt.



 


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